Therapieformen

Die verwendeten Therapieformen bestehen aus:



Akupunktur

Die Akupunktur ist der im europäischen Raum am längsten bekannte Teil der Chinesischen Medizin. Durch die physikalische Beeinflussung durch Nadeln an anatomisch genau definierten Punkten, die sich auf spezifischen Leitbahnen befinden, werden die Energieströme, das Qi, in den Leitbahnen gezielt beeinflusst. Durch innere Verbindungen können so auch die Organe beeinflusst werden. Dies ermöglicht dem Körper krankmachende Faktoren auszuleiten, die Energieflüsse zu harmonisieren, den Mensch zu stärken und so wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Bei akuten Erkrankungen wird in der Regel mindestens 2-mal wöchentlich behandelt. Bei chronischen Erkrankungen in der Regel 1-mal die Woche. Eine Sitzung dauert ca.20-30 min.



Phytotherapie

Die Phytotherapie ist mit 80% in China eine der häufigsten und gebräuchlichsten Therapieformen, wobei bei längeren chronischen oder schweren Erkrankungen oftmals die alleinige Akupunktur nicht ausreicht. Mit Hilfe der chinesischen Arzneien lassen sich sowohl energetische Mangelzustände beheben als auch krankmachende Faktoren ausleiten, zudem kann auch vorbeugend der Körper gestärkt werden, um das Eindringen von Krankheiten zu verhindern.
Die Rezeptur wird aus mehreren Arzneien zusammengestellt. Die verwendeten Arzneien werden individuell abgestimmt. Sie ergänzen und stützen sich in ihrer Wirkung bzw puffern unerwünschte Wirkungen ab. Traditionell werden die Arzneimittel nach Auskochung als Dekokt eingenommen, das bedeutet, die von uns verordneten Kräuter sind zertifiziert und werden nur durch eine spezialisierte Apotheke ausgegeben,nach Anweisung gekocht und als Konzentrat getrunken. Es gibt jedoch auch andere Einnahmeformen wie konzentrierte Extrakte, Granulate, Pulver, Pillen oder Tropfen. Die Chinesischen Arzneien werden dreimal täglich eingenommen. Die Behandlung kann sich über wenige Tage bis einige Monate erstrecken, abhängig von der Schwere und Dauer der Erkrankung. Der Patient wird dabei regelmäßig untersucht, um sicherzustellen,dass die Behandlungsstrategie weiterhin wirksam ist und wird sonst gegebenenfalls angepasst. Über die Phytotherapie gibt es eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen, die deren Wirkung bei einer Reihe von Indikationen belegen.



Diätetik

Neben der Akupunktur und Arzneimitteltherapie ist die Diätetik, die Lehre von einer Ernährungstherapie, ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Medizin. Schon im 3. Jahrhundert vor Chr. war in China bekannt, welche Auswirkungen die Nahrung auf den menschlichen Körper hat und wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist. Früher wurde deshalb auch kein Unterschied zwischen Arznei- und Nahrungsmittel gemacht. In der Chinesischen Diätetik spielt das Qi, die „Lebensenergie“ eine wichtige Rolle. Mit Hilfe der geeigneten Nahrungsmittel gelingt es, das Qi im Körper zu beeinflussen und ggf. korrigierend einzuwirken. Dabei sind sowohl der Geschmack, das Temperaturverhalten, die energetische Wirkrichtung als auch der Funktionskreisbezug ausschlaggebend für die Auswahl. So ist zum Beispiel unser westlicher Ansatz das Zitrusfrüchte bei einer Erkältung helfen aus chinesischer Sicht kritisch zu bewerten, da gerade die Zitrusfrüchte stark kühlen.

Gerne berate ich Sie und stelle Ihnen individuelle Kochrezepte und Ernährungstipps zusammen, die sowohl prophylaktisch Ihr Qi stärken als auch korrigieren können.